Abschlusserklärung des XX. Internationalen Antiimperialistischen und Antifaschistischen
Jugendlagers

Kopenhagen, Dänemark, August 2006

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In einer Zeit, in der sich die Angriffe des Imperialismus gegen die Völker der Welt verschärft
haben, hat die antifaschistische und antiimperialistische Jugend ihre kämpferische Stimme auf
dem XX. Internationalen Antiimperialistischen und Antifaschistischen Jugendlager in
Kopenhagen, Dänemark, erhoben. Dort haben wir auch – mit der Unterstützung der dänischen
Bevölkerung - eine Demonstration gegen die Anwesenheit der imperialistischen Truppen im
Irak und in Afghanistan sowie gegen den Krieg im Mittleren Osten organisiert.

Über 300 junge Menschen aus sechzehn Ländern – Deutschland, Österreich, Brasilien,
Kolumbien, Ekuador, Spanien, Finnland, Frankreich, Indien, England, dem Irak, dem Iran,
Mexiko, Palästina, der Türkei und Dänemark – veranstalteten Arbeitsgruppen, Diskussionen
und Debatten, in denen wir die Erfahrungen der Organisation und des Kampfes gegen Krieg,
Neoliberalismus und Imperialismus miteinander teilten.



Die Welt, die sich im Griff des Imperialismus befindet, steckt in einer Krise. Das zeigt sich
daran, dass einerseits durch Kriege, Invasionen und Aggressionen gegen die Völker, die ihre
Befreiung suchen eine Orientierung auf den Faschismus stattfindet. Das zeigt sich
andererseits in der Anwendung neoliberaler Politik, die die Völker der Welt dazu zwingt, in
Armut zu leben und jede Möglichkeit auf den Zugang zu Arbeit, medizinischer Versorgung
und qualifizierter Ausbildung verneint.

Die Rivalität zwischen den nordamerikanischen und
anderen - z.B. den europäischen - Imperialisten, hat sie zu einem blutigen Streit um die
Rohstoffquellen und strategischen Zonen für die Sicherung ihrer Interessen geführt.

Mit der Verstärkung dieser Angriffe nimmt auch der Widerstand der Völker, der
Arbeiterinnen und Arbeiter und insbesondere der Jugend zu. Ein Beispiel dieses Kampfes und
der internationalen Solidarität ist das XX. Internationale Antiimperialistische und
Antifaschistische Jugendlager. Mit ihm wollen wir unsere unerschütterlich feste
Verpflichtung ausdrücken, den Kampf der Völker zu unterstützen.

Wir unterstützen den Kampf und den Widerstand der Völker Iraks und Afghanistans,
deren Länder von den USA und der NATO besetzt sind und den Kampf des palästinensischen
und des libanesischen Volkes gegen die zionistische Aggression.

Wir charakterisieren Lateinamerika als das schwächste Glied in der Kette der
imperialistischen Herrschaft. Venezuela treibt einen demokratisch-nationalistischen Prozess
voran. In Kolumbien hält der Aufstand seit 40 Jahren an; in Ecuador verjagte das Volk drei
korrupte Präsidenten und versetzte dem Imperialismus Schläge durch den Rauswurf von OXY
(Occidental Petroleum, US-Ölkonzern) und durch die Nichtunterzeichnung des TLC (Vertrag
über die amerikanische Freihandelszone).

Wir sehen den Widerstand der kubanischen Revolution, der seit über 40 Jahren anhält, und
ebenso den demokratischen Prozess des bolivianischen Volkes, das seine natürlichen
Bodenschätze verteidigt, sowie den Kampf des mexikanischen Volkes, um den Volkswillen
durchzusetzen.

Mehr noch: In Europa hat der Kampf der in Deutschland gegen Hartz IV sowie die
erfolgreiche „Nein!“ – Kampagne des französischen Volkes gegen die EU-Verfassung und
der Sieg der französischen Jugend über das CPE-Gesetz (Gesetz über den
Neueinstellungsvertrag) alle Teile der Bevölkerung befähigt, sich dem Kampf gegen die
neoliberale Politik anzuschließen. Diese Kämpfe der letzten Jahre haben den europäischen
Völkern demonstriert, dass die neoliberale Politik und die militaristischen Pläne der EU durch
einen vereinten und entschlossenen Kampf der Völker niedergerungen werden können.

Der Wind der Veränderung weht überall auf der Welt und verpflichtet die Jugend, ihren
Kampf zu verstärken, neue Kampferfolge zu erringen, so wie es die französische Jugend
gegen den CPE geschafft und unter anderem die Jugend in Chile und Ecuador für ein besseres
Schul- und Ausbildungswesen geschafft hat. Während der Zeit im Lager haben die
Teilnehmer/innen von der Erfahrung dieser Jugendlichen lernen können, die durch ihre
Aktionen demonstriert haben, dass Einigkeit die Garantie darstellt für den Sieg über den
Imperialismus, unseren gemeinsamen Feind.

Die Grenzen, die uns trennen, sind nicht wichtig.
Es gibt nur einen Kampf und eine Verpflichtung, die uns eint.

Lasst die Jugend der ganzen Welt erfahren, was auf dem XX. Internationalen
Antiimperialistischen und Antifaschistischen Jugendlager beschlossen worden ist!

Beginnt mit neuen Kämpfen und Widerstandsaktionen für die Befreiung der Völker der Welt!
Verstärkt die Beziehungen im Geist der internationalen Solidarität zwischen den Teilnehmern
des XX. Internationalen Antiimperialistischen und Antifaschistischen Jugendlagers mit allen
demokratischen und revolutionären Organisationen auf der ganzen Welt!

Unternehmt alle Anstrengungen, das XXI. Internationale Antiimperialistische und
Antifaschistische Jugendlager so zu gestalten, dass es allen Jugendlichen die Aufgabe stellt,
eine bessere Welt aufzubauen!

Lasst uns kämpferisch und furchtlos das Ziel anstreben, für die Einheit der Jugend und der
Völker gegen Imperialismus und Faschismus zu arbeiten!
Die einzige Alternative zum Kapitalismus ist der wissenschaftliche Sozialismus!
Für die internationale Solidarität!

Lang lebe das XX. Internationale Antiimperialistische und Antifaschistische Jugendlager!

Das XXI. Internationale Antiimperialistische und Antifaschistische Jugendlager findet 2008
in Brasilien statt.

Kopenhagen, August 2006


- End -